23.05.13
Triest, den 23. Mai - Die Präsidentin der autonomen Region Friaul Julisch Venetien Debora Serracchiani hat während der Darstellung des Programms der neuen Regierung im Regionalrat oft betont, wie eng die Zukunftperspektive der Region mit „der Notwendigkeit der Änderung“ verbunden sei. In ihrer Analyse der internationalen Lage und der Krise, die besonders den alten Kontinent und Italien betrifft, stellte die Präsidentin fest, dass in verschiedenen europäischen Staaten die Skepsis gegenüber der EU und autoritären Haltungen wachsen. Die Antwort auf die Krise ist für sie: mehr und nicht weniger Europa. „Die Krise wird uns, wenn wir allein sind, überwältigen“, erklärte die Präsidentin. ARC/MCH
22.05.13
Triest, den 22. Mai - Die Präsidentin der Region Friaul Julisch Venetien Debora Serracchiani, legte in der Sitzung, in der das neue Kabinett der Region vorgestellt wurde, die Prioritäten für ihre Regierung fest. Im Laufe des Jahres soll sie sich der Arbeitslosigkeit und den Problemen der Arbeit widmen: in FJV sind ungefähr 30 Prozent der jungen Erwachsenen ohne Arbeit. Serracchiani will weiter das Verhältnis zwischen Staat und Region (den Pakt Tremonti-Tondo) diskutieren, den Landesapparat in Richtung der Debürokratisierung umorganisieren, die europäische Kooperation bis 2020 intensivieren, die internationale Rolle der Region im Verhältnis zu Nord- und Zentral-Europa, Mittelmeer und Ost-Asien vertiefen und die Provinzen als Institutionen „überwinden“. ARC/MCH
20.05.13
Triest, den 20. Mai - Vor ein paar Tagen fand in Lignano Sabbiadoro die Tagung mit dem Titel „Competenze oltre i confini, Kompetenzen über Grenzen, Kompotence preko meja“ statt, die das Ende des komplexen dreijährigen Interreg Projektes Esco (Educare senza confini-Bildung ohne Grenzen-Izobraževanje brez meja) darstellt. Ziel des Treffens, an dem viele Lehrer/innen teilnahmen, war die Etablierung eines grenzüberschreitenden Lehrplanes, welcher in einigen Schulen in Friaul-Julisch Venetien, Kärnten und Slowenien eingeführt werden soll. Die Herausforderung für diesen Bereich in den nächsten Jahren ist die systematische Umsetzung dieses Zieles in die Wirklichkeit, betonte Antonio Pasquariello, Direktor des Instituts I. Bachmann aus Tarvis, am Ende des von Mario Mirasola geleiteten Symposiums. ARC/MCH
16.05.13
Triest, den 16. Mai - Heute und morgen findet in Lignano Sabbiadoro (Udine) ein Symposium mit dreisprachigem Titel „Kompetenzen über Grenzen, Kompetence preko meja, Competenze oltre i confini“ statt, Ziel dessen ist die Etablierung des trilateralen Bildungs-netzwerkes zwischen Österreich, Italien und Slowenien. Die Tagung stellt das Ende der dreijährigen Erfahrung im Bereich der Forschung und der Aktivitäten im Rahmen des Projektes Interreg IV ITA-Ö „ESCO – Educare Senza Confini – Bildung ohne Grenzen vor. Die Schulen werden während des Treffens, in Zusammenarbeit mit den Experten von den Universitäten Maribor, Udine und Klagenfurt, die Problematiken der Bildung für die grenzüberschreitenden Dozenten, der gemeinsamem Programme und der Organisation einer Klasse mit dreisprachigem Unterricht, vertiefen. ARC/MCH
15.05.13
Malborgeth (Udine), den 15. Mai - Am Freitag fand im Kanaltal eine Tagung über die Probleme der sprachlichen Minderheiten, die in der Region Friaul Julisch Venetien leben, statt. Das Symposium mit dem Titel „Incontro di comunità. Leggi di tutela e politiche linguistiche“ (Treffen der Gemeinschaften. Schutzgesetze und die sprachlichen Politiken) wurde von Friaulischer Philologischer Gesellschaft, Slowenischem Forschungsinstitut (Slori) und dem Kanaltaler Kulturverein in Zusammenarbeit mit den Vereinen Don Mario Cernet und SKS Planika organisiert. Das Treffen, an dem verschiedene Experten teilnahmen, fand in dem Venezianischen Palast in Malborgeth statt. Am Anfang des Symposiums begrüßte der Bürgermeister der lokalen Gemeinde Malborgeth-Wolfsbach Alessandro Oman die Teilnehmer. Im Namen der autonomen Region Friaul Julisch Venetien sprach an dem Symposium Monica Tallone, die für die germanischen Sprachinseln bei dem regionalen Dienst für die Minderheitssprachen und Emigranten im Ausland verantwortlich ist. Über die Lage des Unterrichts in friaulischer und deutscher Sprache berichteten die Lehrerinnen Serena Martini und Annamaria Tributsch. Die Situation der Slowenen in den Dörfern des Kanaltals wurde von Anna Wedman und Rudi Bartaloth den Anwesenden vorgestellt. Die Ergebnisse der Umfrage zu den Sprachminderheiten in Friaul Julisch Venetien, die vor ein paar Jahren durchgeführt wurde, wurden von der Forscherin Adriana Janežič vorgestellt. An der Tagung wurde betont, dass im Kanaltal eine viersprachliche Schule (Deutsch, Slowenisch, Friaulisch und Italienisch) notwendig und gewünscht ist. ARC/MCH
11.05.13
Triest, den 11. Mai - In der Stadt Udine endete vor ein paar Tagen das Duell um das Bürgermeisteramt zwischen dem rechten Kandidaten, Adriano Ioan, und seinem Gegenspieler, dem bisherigem Bürgermeister, Furio Honsell. Der 55 Jahre alte und ehemalige Rektor der Universität Udine Honsell wurde wieder zum Bürgermeister gewählt. Er erreichte bei der Wahl 54,69 Prozent der Stimmen. Sein Gegenkandidat Ioan kam auf 45,31 der Stimmen. ARC/MCH
11.05.13
Triest, den 11. Mai - Die Veranstaltung Vicino/Lontano (Nahe/Weit) - die mit verschiedenen Ansätzen und Stilen, Überlegungen zu offenen Fragen und entscheidenden Themen unserer Zeit fördert - findet heuer in Udine zum 9. Mal statt. Das Festival bietet dem Publikum in verschiedenen Orten und historischen Gebäuden der Stadt, Debatten und Unterhaltungen mit prominenten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Wissenschaftlern, Schriftstellern und Künstlern. ARC/MCH
09.05.13
Triest, den 9. Mai - Seit gestern ist in Graz die 1985 entstandene fotografische Dokumentation des Fotokünstlers Branko Lenart mit dem Titel „Minoranze“ über die Vertreter der acht in Triest lebenden religiösen bzw. ethnischen Minderheiten zu sehen. Der Fotokünstler hat mit seiner Kamera die Stadt Triest immer wieder festgehalten und zeigt einen Ausschnitt seiner Arbeiten. Die Vielfalt der Kulturen ist auch im Stadtbild an den Kirchen und Friedhöfen erkennbar. Der Autor porträtierte jeweils einen Vertreter der Gemeinschaft und stellte dazu eine in Bezug stehende Stadt-Landschaft gegenüber. Unter anderem hat der Künstler das ehemalige Konzentrationslager bei San Sabba festgehalten. Die Risiera di San Sabba wurde 1943 im Zuge der „Operation Adriatisches Kütenland“ von den Nationalsozialisten in ein Konzentrationslager umgewandelt, wo bis zu 5000 Menschen ermordet wurden. Im Jahr 1965 wurde es zur nationalen Gedenkstätte erklärt und 1975 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. ARC/MCH
07.05.13
Triest, den 7. Mai - „Tapetenwechsel“ heißt das Programm, das den Journalisten/innen aus Deutschland und Italien ermöglicht ihren Wohnort und Arbeitsplatz zu tauschen. Aus einer fremden Perspektive und mit journalistischer Neugier werden sie zu Korrespondenten und berichten über ihre Eindrücke vor Ort. Seit dem 8. April ist K. H. Fesenmeier aus Freiburg zu Gast in Triest: drei Wochen lang wird er an einem Tisch mit Journalisten des "Piccolo" sitzen und seine Triestiner Impressionen in Worte fassen und daneben täglich einen Blog schreiben. Ab gestern erkundet P. Fiumanò vom Piccolo Freiburg im Breisgau und wird sich ein Bild davon machen, was es aus dem Deutschland der Vorwahlzeit zu berichten gibt. Der Austausch zwischen der Badische und der Triestiner Zeitung setzt eine Reihe von Redaktionspartnerschaften fort. Der „Tapetenwechsel“ findet im Rahmen des Projekts Va bene?! La Germania in italiano - Italiano auf Deutsch statt. ARC/Mit/MCH
06.05.13
Triest, den 6. Mai - Vorige Woche wurde im Dorf S. Croce/Križ bei Triest das Buch „Šolo, ne šivanko!“ (frei übersetzt: Gibt uns eine Ausbildung, keine Nähnadel!) vorgestellt. Das von Helena Verdel und Vida Obid geschriebenes Werk handelt vom Leben der Milena Gröblacher, einer Kärntner Slowenin, die Zeit ihres Lebens aktiv an dem politischen und kulturellen Leben in Kärnten teilgenommen hat. Im zweiten Weltkrieg schloss sie sich den Partisanen/innen und nach dem Krieg war sie im Slowenischen Frauenverband tätig. Ihr Hauptanliegen war dabei der egalitäre Zugang zur Bildung, der Frauen die Möglichkeit gäbe, sich von den stereotypen Berufen zu befreien. ARC/MCH
03.05.13
Triest, den 3. Mai - Heute Nachmittag hat die neue Präsidentin der Region Friaul Julisch Venetien, Debora Serracchiani ihr Kabinett vorgestellt. Die 26-e Regierung der Region FJV setzt sich aus Ausschussmitgliedern zusammen: Sergio Bolzonello (Vizepräsident, Wirtschaft, Landwirtschaft), Francesco Peroni (Finanzen, Vermögen, Forschung), Paolo Panontin (Selbstverwaltung, Zivilschutz), Maria Sandra Telesca (Gesundheitswesen, Familie), Gianni Torrenti (Kultur, Sport), Loredana Panariti (Arbeit, Chancengleichheit, Berufsausbildung, Schulwesen), Sara Vito (Umwelt, Energie, Forstliche Ressourcen), und Maria Grazia Santoro (Raumplanung, Öffentliche Arbeiten, Universität). Die Präsidentin Serrachiani wird sich mit den internationalen Beziehungen, Infrastruktur, Mobilität, Transportwesen und der Gebirgspolitik beschäftigen. ARC/MCH
03.05.13
Triest, den 3. Mai - Heute wird weltweit der Tag der Pressefreiheit begangen. Seit 1991 erinnert dieser Tag daran, dass in vielen Staaten der Welt Informations- und Freiheitsrechte verletzt werden. Journalisten und Journalistinnen werden an der Ausübung ihres Berufes gehindert, werden bedroht, und immer häufiger müssen sie ihren Einsatz mit dem Leben bezahlen. In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sind die Freiheit der Meinung, der Meinungsäußerung und der Presse als grundlegende Menschenrechte festgelegt. Pressefreiheit und unabhängige Medien sind Voraussetzungen für die Entwicklung der demokratischen Gesellschaft. Auch in vielen europäischen Staaten wäre es nützlich die gesellschaftliche Rolle der Medien zu überdenken. ARC/MCH
02.05.13
Triest, den 2. Mai - Das Ökomuseum der Gewässer des Gemonagebietes, das in der Mitte der Region liegt, dokumentiert und bewahrt die zahlreichen Gewässer (Quellen, Seen, Bäche, Flüsse). Dieses Gebiet ist völlig von Voralpen und Hügeln umgeben und westlich durch den Fluss Tagliamento begrenzt. Das Museum ist mit seinen Bächen, Mühlen, Dämmen, Brunnen und Waschplätzen ein Museum geworden, das man über Fuß- und Radweg besichtigen kann. Die alte Mühle Cocconi beherbergt seit einiger Zeit Studenten, die von überall herkommen, um das Gebiet kennenzulernen, seine verschiedenen Aspekte und die physischen, biologischen aber auch die anthropologischen Beschaffenheit zu verstehen, und um die Geschichte der Menschen zu hören, die es bewohnt und genutzt haben. ARC/MCH
29.04.13
Triest, den 29. April - „In einem zusammenwachsenden Europa liegt der Erfolg zweier Nachbarn wie Kärnten und Friaul nicht im Konkurrenzkampf, sondern im Miteinander. ‘Gemeinsam statt einsam‘ - muss das Motto für die Zukunft lauten“. Mit diesen Worten gratulierte der Landeshauptmann von Kärnten Peter Kaiser der neuen Präsidentin des Regionalrates von Friaul Julisch Venetien, Debora Serracchiani, die letzte Woche die Regionalwahlen gewann. Der kärntnerische Landeshauptmann will die bisherige Zusammenarbeit zwischen den zwei Regionen erweitern und vertiefen. ARC/MCH
26.04.13
Triest, den 26. April - Der Journalistenpreis "Writing for CEE" feiert dieses Jahr den 10. Geburtstag. Der Preis ist kein EU- und auch kein Spezialpreis für Themen Mitteleuropas oder Mittelosteuropas. Journalisten und Journalistinnen aus allen Teilen Europas sind eingeladen, sich mit ihren Arbeiten zu beteiligen. Die Arbeiten sollen das Leben in dem alten Kontinent, die Hoffnungen, die Sorgen und auch die Wünsche der Menschen behandeln und zur Annäherung der Nationen sowie zur Überwindung der Vorurteilen beitragen. In die Liste der Preisträger haben sich bisher der österreichische Journalist Florian Klenk (2009), die in Triest lebende bosniakische Autorin Azra Nuhefendic (2010), die slowenische Journalistin und Fotografin Meta Krese (2011) und der tschechische Journalist Martin Ehl (2012) eingetragen. Bis 31. Juli 2013 können Beiträge eingereicht werden, die nach dem 1. August 2012 veröffentlicht wurden. ARC/Mit/MCH
24.04.13
Triest, den 24. April - Debora Serracchiani ist die neue Präsidentin des Regionalrats Friaul Julisch Venetien. Serracchiani wurde 1970 in Rom geboren, ist Rechtanwältin, verheiratet und lebt in Udine. Seit 2006 war sie Mitglied des Provinzrates von Udine. Im Jahr 2009 wurde sie in das EU-Parlament gewählt. Sie gilt als aufsteigender Stern in der Demokratischen Partei (PD). Auf der zweiten Stelle platzierte sich in den Wahlen der bisherige Präsident der Region FJV, Renzo Tondo, der das Mitte-Rechts-Bündnis führte. Drittstärkster Kandidat war der Bewerber der Bewegung „5 Sterne“, Saverio Gallucci, der 19,4 Prozent der Stimmen erreichte. Die Wahlbeteiligung lag Sonntag und Montag bei 50,5 Prozent, was deutlich unter den 72,3 Prozent des letzten Urnenganges vor vier Jahren lag. ARC/MCH